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Liebes-Fatalitäten, Sabbath-Morgen und Seegespenst. Franz von Gaudy und Heinrich Heine

  • Doris Fouquet-Plümacher

摘要

Heinrich Heine (1797–1856), der berühmte, und Franz von Gaudy (1800–1840), der heute nahezu vergessene Dichter, hatten 1829–1830 einen kurzen, direkten Kontakt um Gaudys Erstling „Erato“ mit gegenseitiger Achtung und Wertschätzung. Heines Stern war mit „Reisebilder“ (1826 ff.) und „Buch der Lieder“ (1827) schon glänzend aufgegangen. Franz von Gaudy stand zu dieser Zeit als unbekannter Leutnant der preußischen Armee in Glogau (Schlesien) und hatte bisher nur in schlesischen Taschenbüchern und Almanachen publiziert. Der Kontakt erlosch und endete 1835 mit der Zusendung von Gaudys Napoleon-Zyklus „Kaiser-Lieder“. Eine neue Begegnung auf literarischer Ebene erfolgte vier Jahre später in Gaudys satirischer Novelle „Der moderne Paris“ (1839), in der ein Don-Juan-Baron Heines Lyrik wirkungsvoll als Sprache der Verführung einsetzt. Das übernahm Theodor Fontane im Roman „Effi Briest“ (1895) und entwickelte es kunstvoll weiter.