Vom poetischen Großoheim zum erdichteten Onkel.
摘要
Es ist längst aus der Mode gekommen, sich in literaturwissenschaftlichen Überlegungen, und selbst bei der Beschäftigung mit autobiographischen Werken einschlägiger Provenienz, ohne jedes schlechte Gewissen unentwegt um Herkunft und Verwandtschaft, Familienverhältnisse und Generationenfolgen, Begabungsüberschneidungen und spezielle Traditionen allzu viel Gedanken zu machen. Zwar zählt die kreative Person unbedingt, aber ihr veröffentlichter oder überlieferter Text ist vorrangig zu beachten beziehungsweise zu erforschen – und beides, Schreibaktion wie deren Ergebnis, meist als Druck-Erzeugnis oder Publikation, sollen höchstens in ihrer verzwickten Abhängigkeit voneinander verstanden werden, also weder ohne real relevante beziehungsgeschichtliche Irrfahrten noch interpretatorisch allzu spekulative Nebenwege. Wobei das Letztere am ehesten Gnade findet. Denn ein Publikum auf der Lauer mag in der Tat seine Tücken, aber auch die unverbildete Erwartung besitzen.