Die zirrhotische Kardiomyopathie (CCM) ist definiert durch chronische pathologische Veränderungen des Herzens bei Patienten mit Leberzirrhose ohne zugrunde liegende herzeigene Erkrankung. Dabei können eine systolische oder eine diastolische ventrikuläre Dysfunktion sowie EKG-Veränderungen, insbesondere QT-Zeit-Verlängerungen, vorliegen. Die CCM wird heute vor allem mittels Echokardiografie, NT-proBNP-Bestimmung und EKG diagnostiziert. Die Anwendung einheitlicher Diagnosekriterien für die CCM ist dringend erforderlich, zukünftig vielleicht unter Einbeziehung des Kardio-MRTs. Die CCM ist vermutlich mit einem höheren Risiko für das HRS-AKI und mit einer erhöhten Mortalität assoziiert. Gerade bei Interventionen wie der TIPS-Implantation (TIPS, transjugulärer intrahepatischer portosystemischer Shunt) oder der Lebertransplantation kann die CCM sich negativ auf die Prognose auswirken. Eine sorgfältige kardiale Evaluation sollte Bestandteil der routinemäßigen Überwachung bei fortgeschrittener Leberzirrhose sein. Bislang existieren keine spezifisch etablierten medikamentösen Therapien für die CCM. Künftige Ansätze könnten in der Anwendung nichtselektiver Betablocker, möglicherweise ergänzt durch Ivabradin, hoch dosiertes Humanalbumin oder SGLT2-Hemmer liegen.

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Zirrhotische Kardiomyopathie

  • Johannes Kluwe

摘要

Die zirrhotische Kardiomyopathie (CCM) ist definiert durch chronische pathologische Veränderungen des Herzens bei Patienten mit Leberzirrhose ohne zugrunde liegende herzeigene Erkrankung. Dabei können eine systolische oder eine diastolische ventrikuläre Dysfunktion sowie EKG-Veränderungen, insbesondere QT-Zeit-Verlängerungen, vorliegen. Die CCM wird heute vor allem mittels Echokardiografie, NT-proBNP-Bestimmung und EKG diagnostiziert. Die Anwendung einheitlicher Diagnosekriterien für die CCM ist dringend erforderlich, zukünftig vielleicht unter Einbeziehung des Kardio-MRTs. Die CCM ist vermutlich mit einem höheren Risiko für das HRS-AKI und mit einer erhöhten Mortalität assoziiert. Gerade bei Interventionen wie der TIPS-Implantation (TIPS, transjugulärer intrahepatischer portosystemischer Shunt) oder der Lebertransplantation kann die CCM sich negativ auf die Prognose auswirken. Eine sorgfältige kardiale Evaluation sollte Bestandteil der routinemäßigen Überwachung bei fortgeschrittener Leberzirrhose sein. Bislang existieren keine spezifisch etablierten medikamentösen Therapien für die CCM. Künftige Ansätze könnten in der Anwendung nichtselektiver Betablocker, möglicherweise ergänzt durch Ivabradin, hoch dosiertes Humanalbumin oder SGLT2-Hemmer liegen.