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Therapiekonzept «inklusiv plus»

  • Agnes von Wyl,
  • Filomena Sabatella,
  • Sabrina Hösli-Leu

摘要

Das Therapiekonzept «inklusiv plus» wurde mit dem Ziel entwickelt, arbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene in Motivationssemestern und Arbeitsintegrationsprogrammen besser in die Ausbildung und in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Viele von ihnen haben psychische Probleme und Belastungen. Aber längst nicht alle sind in psychotherapeutischer Behandlung. Und obwohl viele von ihnen psychisch ebenso belastet sind wie Patienten auf einer Psychotherapiestation (s. Kap. 4, Praktische Umsetzung): Motivationssemester und Arbeitsintegrationsprogramme sind auf den Austritt in Berufslehren und weiterführende Schulen ausgerichtet, und nicht auf die Behandlung von psychischen Störungen. Deshalb erachten wir die Ergänzung mit einem psychotherapeutischen Angebot als äusserst hilfreich. Als Herzstück von «inklusiv plus» wurde ein gruppentherapeutisches Angebot definiert, ergänzt mit Einzelsitzungen für diejenigen Jugendlichen, die Bedarf haben. Wir wollten mit «inklusiv plus» keinen eigenen gruppenpsychotherapeutischen Ansatz schaffen, sondern bewährte Konzepte für die spezifische Arbeit mit Jugendlichen in Arbeitsintegrationsprogrammen und Motivationssemestern adaptieren. Im Projekt «inklusiv plus» arbeiteten erfahrene Psychotherapeut:innen mit unterschiedlichem gruppentherapeutischem Weiterbildungshintergrund. Aus unserer Sicht ist es für die erfolgreiche praktische Umsetzung wichtig, die gruppentherapeutische Ausrichtung nicht einzuschränken, sondern auf die Berufserfahrung und das Interesse der psychotherapeutischen Fachpersonen zu setzen. Als gemeinsames Fundament erarbeiteten wir jedoch die folgenden Grundlagen, die sich für diesen Kontext besonders eignen: