Die Ziele für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen hängen wechselseitig voneinander ab und können daher nur integriert und gesamthaft erreicht werden. Der vorliegende Beitrag beschreibt diese Interdependenz vor allem für die Ziele Gesundheit und Bildung. Argumentiert wird, wie das Konzept der Gesundheitskompetenz an der Schnittmenge beider Bereiche zum einen gemeinsame Interessen von Bildung und Gesundheit unterstützt und dafür zum anderen Interventionen beider Sektoren benötigt. Die empirischen Zusammenhänge zwischen Bildung und Gesundheitskompetenz werden für Deutschland, Österreich und die Schweiz anhand von Daten aus der europäischen HLS19-Studie für die allgemeine und die digitale Gesundheitskompetenz belegt. Erprobte Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz durch die Bildungs- und Gesundheitssektoren in den drei Staaten, aber auch Schwierigkeiten in der Umsetzung werden dargestellt. Die bisherigen Ansätze sind vielversprechend, ihre Umsetzung ist jedoch in allen drei Staaten weitgehend freiwillig und kaum verpflichtend vorgeschrieben. Dies begrenzt deren Reichweite und Wirksamkeit. Ausbaufähig sind Ansätze zur digitalen Gesundheitskompetenz. Um die Potenziale der Gesundheitskompetenz für Bildung und Gesundheit zu heben, bedarf es auch der gestaltenden Rolle der Politik.

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Gesundheit und Wohlergehen – die Rolle von Bildung und Gesundheitskompetenz: Perspektiven aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

  • Christina Dietscher,
  • Saskia Maria De Gani,
  • Robert Griebler,
  • Orkan Okan,
  • Nadine Zillmann

摘要

Die Ziele für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen hängen wechselseitig voneinander ab und können daher nur integriert und gesamthaft erreicht werden. Der vorliegende Beitrag beschreibt diese Interdependenz vor allem für die Ziele Gesundheit und Bildung. Argumentiert wird, wie das Konzept der Gesundheitskompetenz an der Schnittmenge beider Bereiche zum einen gemeinsame Interessen von Bildung und Gesundheit unterstützt und dafür zum anderen Interventionen beider Sektoren benötigt. Die empirischen Zusammenhänge zwischen Bildung und Gesundheitskompetenz werden für Deutschland, Österreich und die Schweiz anhand von Daten aus der europäischen HLS19-Studie für die allgemeine und die digitale Gesundheitskompetenz belegt. Erprobte Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz durch die Bildungs- und Gesundheitssektoren in den drei Staaten, aber auch Schwierigkeiten in der Umsetzung werden dargestellt. Die bisherigen Ansätze sind vielversprechend, ihre Umsetzung ist jedoch in allen drei Staaten weitgehend freiwillig und kaum verpflichtend vorgeschrieben. Dies begrenzt deren Reichweite und Wirksamkeit. Ausbaufähig sind Ansätze zur digitalen Gesundheitskompetenz. Um die Potenziale der Gesundheitskompetenz für Bildung und Gesundheit zu heben, bedarf es auch der gestaltenden Rolle der Politik.