Die Gründe für das hohe Erkrankungsrisiko ärmerer Personen bzw. Personen unterer Einkommensschichten sind vielschichtig: Leben am Limit verursacht Stress. Leben am Limit schwächt die Abwehrkräfte und das Immunsystem. Leben am Limit macht verletzlich. Finanzielle Not, Arbeitslosigkeit oder schlechte Wohnverhältnisse machen krank. Wenn man davon ausgeht, dass nicht nur Krankheit in die Armut führen kann, sondern auch Armut in die Krankheit, dann muss es sich für die Gesundheitsförderung lohnen, die sozialen Felder in den Blick zu nehmen, in denen prekäre Lebenslagen und Prozesse sozialer Disqualifikation zu finden sind. Armut bekämpfen und Gesundheit verbessern bedeutet u. a. Betroffene zu stärken, mehrdimensional zu denken, nicht beschämende Sozial- wie Dienstleistungen anzubieten und für gesunde Lebenswelten bei der Gestaltung des Wohnraums, der Arbeit und in der Schule zu sorgen.

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Armutsbekämpfung und Gesundheit

  • Martin Schenk

摘要

Die Gründe für das hohe Erkrankungsrisiko ärmerer Personen bzw. Personen unterer Einkommensschichten sind vielschichtig: Leben am Limit verursacht Stress. Leben am Limit schwächt die Abwehrkräfte und das Immunsystem. Leben am Limit macht verletzlich. Finanzielle Not, Arbeitslosigkeit oder schlechte Wohnverhältnisse machen krank. Wenn man davon ausgeht, dass nicht nur Krankheit in die Armut führen kann, sondern auch Armut in die Krankheit, dann muss es sich für die Gesundheitsförderung lohnen, die sozialen Felder in den Blick zu nehmen, in denen prekäre Lebenslagen und Prozesse sozialer Disqualifikation zu finden sind. Armut bekämpfen und Gesundheit verbessern bedeutet u. a. Betroffene zu stärken, mehrdimensional zu denken, nicht beschämende Sozial- wie Dienstleistungen anzubieten und für gesunde Lebenswelten bei der Gestaltung des Wohnraums, der Arbeit und in der Schule zu sorgen.