Drei Fragen zur Zukunft des Verbraucherrechts im Lichte von SDG 12
摘要
Der Beitrag untersucht die Möglichkeiten einer Integration von SDG 12 („Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster“) in das europäische Verbraucherrecht, das sich über Jahrzehnte unter EU-Einfluss entwickelt hat. Im Fokus steht das Spannungsverhältnis zwischen dem individualistisch geprägten Verbraucherrecht – mit seiner Rhetorik der Rechte aus der Industriegesellschaft – und der Forderung nach nachhaltigem Konsum. Besonders umstritten ist die Frage nach der Mitverantwortung der Verbraucher für den ökologischen Umbau der Wirtschaft. Dies erfordert ein Umdenken in Bezug auf die Figur des Verbrauchers sowie eine stärkere Berücksichtigung kollektiver Verantwortlichkeit, etwa durch Verbraucherverbände. Offen bleiben jedoch die rechtliche Konkretisierung des Nachhaltigkeitsbegriffs und die Rolle des Rechts bei dessen Überprüfung.