Inszenierte Politik – Der Nationalsozialismus als ästhetische Inszenierung und Massenphänomen
摘要
Dieses Kapitel thematisiert schlaglichtartig die massenpsychologischen Mechanismen, die in Kombination mit inszenatorischen Mitteln des Theaters zur massenpsychologischen Dramaturgie des Nationalsozialismus führen konnten. Im Anschluss daran wird überprüft, inwieweit die oben an der Hamlet-Inszenierung überprüften theatralen Kategorien Anwendung auf nationalsozialistischen Massenveranstaltungen wie z. B. dem „Reichsparteitag der Einheit und Stärke“ 1934 finden konnten. Zudem widmet sich das Kapitel der Frage nach der Immanenz bzw. der Transzendenz in der Darstellung der Führerfigur während des politischen Auftritts, aber auch in der Theoriebildung bzw. der NS-Narrativik. Die Analyse theatral inszenierter Massenauftritte zeigt, wie die Dramaturgie der Veranstaltung ihren Höhepunkt in der Bildung des kampfbereiten (Volks-) Körpers findet, der den Ausgangspunkt für Hitlers aggressive Expansionspolitik bildet.