Einleitung
摘要
Der Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit liegt in der Beobachtung, dass im Zentrum des Erzählwerks von Aharon Appelfeld die Figur des flüchtenden Überlebenden steht. Die These lautet, dass Appelfeld und seine Literatur nur zu verstehen sind, wenn nicht nur seine Erzähltexte, sondern auch die in ihnen verhandelten religiösen Fragen ernst genommen werden. Erst dadurch lassen sich die Frakturen und die inneren Notwendigkeiten seiner Erzähltexte klarer erfassen. In der Einleitung werden zunächst die Dynamik und das Umfeld seiner Literatur skizziert. Gefragt wird damit auch nach Appelfeld selbst, der ein jüdischer, aber kein religiöser Schriftsteller ist – ein Dichter, dem das Judentum zum Sehnsuchtsraum wird, in den seine Figuren treten und der ihnen nach der Schoa zu einem Ort beunruhigender Vergewisserung wird. Das ist jene Basis, von welcher diese Einleitung ihre Spur aufnimmt und versucht, weiterführende begriffliche Reflexionen anzustellen, die für diese Studie relevant sind. Abschließend wird ein Ausblick auf den Gang der Überlegungen gegeben.