Artusromane aus netzwerkanalytischer Perspektive
摘要
Die vorgelegten Analysen stellen einen Versuch da, unter Rückgriff auf computergestützte quantifizierende Methoden, allem voran die Methode der sozialen Netzwerkanalyse, die Figurenvorkommen und -relationen in den „klassischen“ Artusromanen ‚Erec‘, ‚Iwein‘ und ‚Parzival‘ zu untersuchen. Der Ansatz ermöglicht eine neue Perspektive auf die Figuren und Figurenkonstellationen in den ausgewählten Texten: Während qualitative literaturwissenschaftliche Studien Figuren insbesondere in Bezug auf semantische Fragestellungen in den Blick nehmen oder sich der Analyse von Einzelfiguren widmen, abstrahieren die hier vorgelegten Untersuchungen sowohl von semantischen Aspekten als auch von Einzelfällen; stattdessen konzentrieren sie sich auf formale Eigenschaften von Figuren und nehmen Figurenrelationen in ihrer Gesamtheit wahr. Das vorliegende Kapitel fasst die Ergebnisse aus dem Analyseteil zusammen und stellt anhand zweier Fallbeispiele zum ‚Iwein‘ und ‚Erec‘ den Mehrwert des datengeleiteten Ansatzes heraus. Ein Ausblick gibt abschließend Impulse für weiterführende Untersuchungen.