Erinnern in der Migrationsgesellschaft
摘要
In diesem Beitrag wird der Versuch unternommen, den kulturellen Wandel genauer zu beschreiben, den die zunehmende Migration in den letzten beiden Jahrzehnten in der deutschen Gesellschaft eingeleitet hat. Ausgehend von der These, dass dieser Transformationsprozess nicht als ein einseitiger Anpassungsprozess an die Standards einer starren Leitkultur konzipiert werden kann, sondern dass er einen Wandel auf beiden Seiten erfordert, wird hier auf die Voraussetzung eines kulturellen Rahmens fokussiert, in dem sich dieser Wandel vollziehen kann. Dazu gehört der Wandel der Sprache und Begriffe, die oft identisch bleiben, aber deren Inhalt sich ändert, die gängigen Zeitvorstellungen, sowie der Aufbau einer dialogischen Erinnerungskultur.