Postmigrantische Kinder- und Jugendliteratur
摘要
Deutschsprachige Kinder- und Jugendliteratur blickt, was die „Konfigurationen des Fremden“ (Nassen und Weinkauff 2000) – und des Eigenen – betrifft, auf eine vielfältige und spannungsreiche Geschichte zurück. Im Beitrag wird diese Geschichte in ihren Grundzügen und Entwicklungsstufen nachgezeichnet und unter Rückgriff auf eine postmigrantische Analysefolie auch gelesen. Auf Basis des dem Beitrag zugrundeliegenden Verständnisses des Postmigrantischen wird weiter herausgearbeitet, was kinder- und jugendliterarische Texte auszeichnet, die sich eines ästhetischen Gestaltungsprinzips bedienen, das mit dem postmigrantischen Paradigma übereinstimmt. Die Erkenntnisse werden abschließend anhand der exemplarischen Analyse von Chantal-Fleur Sandjons 2023 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichneten Versroman „Die Sonne, so strahlend und Schwarz“ konkretisiert.