Einleitung
摘要
Obwohl junge Menschen mehr als deutlich fordern, in gesellschaftlichen, politischen und sozialen Fragen mitzudiskutieren oder mitzubestimmen, schreckte die deutsche Fremdsprachendidaktik – trotz der Forderung nach Lerner*innenorientierung – lange davor zurück, politisch, gesellschaftlich oder sozial kritische Ansätze in den Unterricht zu integrieren. Diese Integration einer kritisch-orientierten Didaktik, die die Reflexion und Transformation von Machtgefügen und daraus resultierenden Diskriminierungen im Fremdsprachenunterricht anregt und damit die Demokratie stützt, ist insbesondere in einer Gesellschaft wichtig, in der rechtspopulistische Tendenzen wachsen, die (sozialen) Auswirkungen des Klimawandels sichtbar werden, Lehrpersonen wegen eines zu hohen Body-Maß-Indexes nicht verbeamtet werden und Frauen z. B. durch Lohnunterschiede systematisch benachteiligt sind. Begründet wird die mangelnde Umsetzung einer solchen Didaktik oft damit, dass keine bestimmte politische Einstellung im Unterricht vermittelt werden dürfe.