Der Aufsatz beschäftigt sich mit der paratextuellen Funktion des Traumelements in Franz Fühmanns Werken über drei Jahrzehnte seines Schaffens hinweg. Analysiert werden einzelne Kurzgeschichten wie Traum 1958, Kurzgeschichtensammlungen wie Kabelkran und Blauer Peter – Beginn auf der Werft (1961), Der Jongleur im Kino oder Die Insel der Träume (1970) sowie die in Form von Träumen verfassten Tagebucheinträge in Zweiundzwanzig Tage oder Die Hälfte des Lebens (1971). Den Fluchtpunkt des Beitrags bildet das unvollendete Projekt Unter den PARANYAS. Traum-Erzählungen und -Notate. Die Analyse der paratextuellen Elemente von Fühmanns traumhaften Schriften (insbesondere der Titel) offenbart Strategien, die eine Flucht aus der Realität in die Welt der Märchen und Mythen, aber auch eine ‚Selbstfindung‘ des Autors fördern sollen. Die Titel der Werke, die Fühmann als „Träume“ bezeichnet, haben sicherlich auch eine rhematische Funktion, da sie gleichzeitig auf das Genre und den ontologischen Status der Erzählung verweisen.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Zwischen Wachsein, Traum und Trauma

  • Elena Agazzi

摘要

Der Aufsatz beschäftigt sich mit der paratextuellen Funktion des Traumelements in Franz Fühmanns Werken über drei Jahrzehnte seines Schaffens hinweg. Analysiert werden einzelne Kurzgeschichten wie Traum 1958, Kurzgeschichtensammlungen wie Kabelkran und Blauer Peter – Beginn auf der Werft (1961), Der Jongleur im Kino oder Die Insel der Träume (1970) sowie die in Form von Träumen verfassten Tagebucheinträge in Zweiundzwanzig Tage oder Die Hälfte des Lebens (1971). Den Fluchtpunkt des Beitrags bildet das unvollendete Projekt Unter den PARANYAS. Traum-Erzählungen und -Notate. Die Analyse der paratextuellen Elemente von Fühmanns traumhaften Schriften (insbesondere der Titel) offenbart Strategien, die eine Flucht aus der Realität in die Welt der Märchen und Mythen, aber auch eine ‚Selbstfindung‘ des Autors fördern sollen. Die Titel der Werke, die Fühmann als „Träume“ bezeichnet, haben sicherlich auch eine rhematische Funktion, da sie gleichzeitig auf das Genre und den ontologischen Status der Erzählung verweisen.