„Moden machen, nicht mitmachen“
摘要
Der Aufsatz untersucht die Rolle von Gerd Haffmans als Verleger und Entdecker neuer Autoren. Das Selbstbild Haffmans’ als Entdecker wird unter Einbezug der Feldtheorie Pierre Bourdieus und dessen theoretischem Konzept des ‚Entdecker-Verlegers‘ analysiert und die Verlagstätigkeit innerhalb der Felddynamik von Häretikern und Orthodoxen eingeordnet. Es wird darauf eingegangen, wie Haffmans eine neue Generation von Autoren mit postmodernen poetologischen Grundsätzen unterstützte und so als ‚Entdecker‘ agierte. Diskutiert werden die Verlegerpraxis von Haffmans, die institutionellen Rahmenbedingungen des Verlags und die Auswahl der Debütanten. Der Aufsatz betont, dass Haffmans mit seinen Bemühungen, neue Autoren gemäß seinen ästhetischen Maßstäben zu fördern, nicht nur ökonomisches, sondern auch symbolisches Kapital erwarb. Der Beitrag weist auf Probleme und Spannungen in der Beziehung zu den Autoren hin, würdigt aber auch Haffmans’ Beitrag zur deutschsprachigen Literaturgeschichte der 1980er und frühen 1990er Jahre.