„Es gibt keine Seligkeit ohne Bücher“
摘要
Im Haffmans Verlag erschienen nach dem Tod des Autors Arno Schmidt aufwendige Nachlass-Editionen und eine Werkausgabe, während gleichzeitig die Urheberrechtserben Alice Schmidt und die Arno Schmidt Stiftung einen Rechtsstreit mit dem S. Fischer Verlag um die Publikationsrechte an Einzelausgaben der Romane Schmidts austrugen. Anhand von Korrespondenzen und Aktenvermerken wird die Strategie der Publikationsplanung im neu gegründeten Haffmans Verlag nachgezeichnet, die mit dem geschickten Werben des Verlegers bei Alice Schmidt um die Zusammenarbeit begann und in der „Operation Mark Twain“ gipfelte. Sowohl das literarische Nachleben des Autors wie auch das Verlagsprofil profitierten in der Folge von einer Fülle von teils ungewöhnlichen Publikationen aus dem Nachlass (z. B. Arno Schmidts Arbeitsexemplar von Finnegans Wake und Gerichtsakten zu seiner Strafverfolgung wegen Gotteslästerung und Pornografie).