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Fall 36 (NERD): Verspannt oder postpartale Depression?

  • Steffen Grautoff,
  • Klaus Fessele,
  • Niclas Knappen

摘要

Eine 43-jährige Frau wird von ihrem Ehemann in deine Notaufnahme gebracht. Sie haben vor 5 Tagen ihr erstes Kind bekommen. Sie war zwar überglücklich, sieht aber ziemlich übermüdet aus. Auf die Nachfrage nach schlaflosen Nächten nicken beide ermattet. Gerade schläft der Säugling in der mitgebrachten Babyschale, als könne er kein Wässerchen trüben, während der Vater mit seinem Fuß sachte die Schale hin- und herschaukelt. Sie berichtet von Thoraxschmerzen, die vor 2 Tagen intermittierend aufgetreten sind. Nun seien sie besonders stark und gingen nicht mehr vorüber. Ihre Hebamme hatte ihr gestern geraten, sich überwiegend auszuruhen, denn dann würden diese „Verspannungen“ vergehen. Außerdem meinte sie, dass es ganz normal sei, wenn man mal „etwas traurig“ ist nach einer Geburt. Ihrem Mann hatte sie im Herausgehen noch den Begriff „postpartale Depression“ erklärt. Die „Verspannungen“ sind aber nicht vergangen und traurig hat sie sich gar nicht gefühlt. Nur vollkommen erledigt von der Schlaflosigkeit ist sie und die Brustschmerzen machen ihr zu schaffen. Während sie sich nun am liebsten ruhig auf dem Sofa aufhält, hat er sich zunehmend Sorgen gemacht, weil er seine Frau nicht so kenne und sie auch sonst eher „hart im Nehmen“ sei. Sie hat keine Vorerkrankungen und nimmt keine Medikamente. Sie ist Nichtraucherin. Du bist unschlüssig ob der vielen Informationen und beschließt, zunächst nach ABCDE vorzugehen.