Fall 32 (NERD): Wieso Koma zu Hause?
摘要
Du bist froh, deine warme, gefütterte Rettungsdienstjacke zu tragen, denn es herrschen herbstliche Temperaturen. Du wurdest in einen Garten eines Einfamilienhauses alarmiert, in dem Nachbarn einen Mann liegend vorgefunden haben, der auf Zuruf nicht reagierte. Als sie sich ihm näherten, konnten sie ihn nicht wach bekommen. Daher riefen sie den Rettungsdienst. Die Situation ist unübersichtlich, es stehen einige Menschen um euch herum. Nachdem ihr sowohl Atmung als auch tastbaren Puls festgestellt habt, entscheidet ihr euch für einen sofortigen Ortswechsel in den RTW. Er wird gemeinsam auf die Trage gehoben und in die Wärme gebracht. Ihr etabliert ein Basismonitoring. Du kannst deinen neuen Kollegen mit Mühe überzeugen, die Daunenjacke nicht zu zerschneiden und argumentierst mit schlechter Sicht durch fliegende Federn, merkst aber an seiner Reaktion, dass er ein solches Szenario noch nicht erlebt hat. Er lässt sich zögerlich darauf ein. Während du den Oberkörper hochstemmst, zieht dein Kollege die Jacke aus. Als du ihn wieder ablegen möchtest, alarmiert der Monitor. Du rechnest mit Bewegungsartefakten und lässt ihn ruhig liegen, während du den Monitor betrachtest. Doch die „Artefakte“ verschwinden nicht und zeigen ein Kammerflimmern. Ihr reagiert schnell und während dein Partner die Elektroden klebt, fängst du mit Herzdruckmassage an. Nach einer Defibrillation besteht wieder eine Herzfrequenz von 55/min und du kannst den Puls gut tasten. Ihr schaut euch an. Was war das bloß? Aus heiterem Himmel Kammerflimmern … Ihr bestellt ein NEF nach. Auch wenn euch draußen kalt war, zeigt dieser Patient kein Kältezittern, daher vermutest du zunächst eine Intoxikation für die Bewusstlosigkeit. Oder sonst eine neurologische Ursache. Erst jetzt kommt ihr dazu, nach ABCD zu schauen.