Bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) handelt es sich um komplexe, schubweise (rezidivierend) oder kontinuierlich auftretende Krankheitsformen, bei denen es zu einer immunologischen Reaktion gegenüber mukosalen und mikrobiellen Strukturen des Gastrointestinaltrakts kommt. Auch wenn die Ätiopathogenese noch nicht abschließend geklärt ist, geht man von einem multifaktoriellen Geschehen aus, an dem u. a. die westliche Lebensweise und somit vermutlich auch die Ernährung ursächlich beteiligt sind. Neben der klassischen medikamentösen Therapie gewinnen zunehmend ernährungstherapeutische Behandlungsansätze an Bedeutung, einerseits zur Behebung krankheitsspezifischer Unter- und Mangelernährung, andererseits aber auch als alleinige Therapieoption. Trotz großer Fortschritte in der medikamentösen Therapie leidet noch immer ein Teil der CED-Betroffenen unter schweren, teilweise therapierefraktären Verläufen und benötigt im Verlauf eine chirurgische Therapie. Kommt es dabei zu ausgedehnten Resektionen größerer Darmabschnitte mit einem signifikanten Verlust an resorptiver Fläche, kann sich ein sogenanntes Kurzdarmsyndrom (KDS) entwickeln. KDS-Patienten weisen häufig sehr komplexe Krankheitsverläufe auf, bei denen sich, neben der chirurgischen und medikamentösen Therapie, insbesondere die ernährungsmedizinische Behandlung entscheidend auf den Therapieerfolg und den weiteren Krankheitsverlauf auswirkt.

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Autoimmunerkrankungen

  • Sandra Ulrich-Rückert,
  • Astrid Tombek,
  • Stefanie Baas,
  • Melanie Ferschke

摘要

Bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) handelt es sich um komplexe, schubweise (rezidivierend) oder kontinuierlich auftretende Krankheitsformen, bei denen es zu einer immunologischen Reaktion gegenüber mukosalen und mikrobiellen Strukturen des Gastrointestinaltrakts kommt. Auch wenn die Ätiopathogenese noch nicht abschließend geklärt ist, geht man von einem multifaktoriellen Geschehen aus, an dem u. a. die westliche Lebensweise und somit vermutlich auch die Ernährung ursächlich beteiligt sind. Neben der klassischen medikamentösen Therapie gewinnen zunehmend ernährungstherapeutische Behandlungsansätze an Bedeutung, einerseits zur Behebung krankheitsspezifischer Unter- und Mangelernährung, andererseits aber auch als alleinige Therapieoption. Trotz großer Fortschritte in der medikamentösen Therapie leidet noch immer ein Teil der CED-Betroffenen unter schweren, teilweise therapierefraktären Verläufen und benötigt im Verlauf eine chirurgische Therapie. Kommt es dabei zu ausgedehnten Resektionen größerer Darmabschnitte mit einem signifikanten Verlust an resorptiver Fläche, kann sich ein sogenanntes Kurzdarmsyndrom (KDS) entwickeln. KDS-Patienten weisen häufig sehr komplexe Krankheitsverläufe auf, bei denen sich, neben der chirurgischen und medikamentösen Therapie, insbesondere die ernährungsmedizinische Behandlung entscheidend auf den Therapieerfolg und den weiteren Krankheitsverlauf auswirkt.