Entwicklung der Psychiatriepflege
摘要
Der Umgang mit geistig erkrankten Personen war in den letzten 200 Jahren sehr unterschiedlich. Im 19. Jahrhundert ging es vorrangig darum, solche Patient*innen von der Allgemeinbevölkerung zu separieren. Sie schloss man damit aus der Gesellschaft aus. Die Institutionen, in denen sie untergebracht waren, versorgten sich zum großen Teil autark. Mitarbeiter*innen waren daher nicht nur in die Betreuung der Patient*innen eingebunden, sondern mussten auch landwirtschaftliche und handwerkliche Tätigkeiten verrichten. Im 20. Jahrhundert, hier insbesondere durch die Psychiatrie-Enquete forciert in den 1970er- und 1980er-Jahren, ging man immer stärker dazu über, Patient*innen nicht mehr nur zu „verwahren“, sondern auch zu behandeln. Damit ging auch eine Verschiebung der Aufgaben des Pflegepersonals einher, das nun mehr und mehr in Behandlungskonzepte eingebunden wurde.