Willensfreiheit und die Rolle empirischer Forschung. Teil II: Empirisch-agnostische Verunreinigung
摘要
Dieser Beitrag versteht sich als spiegelbildliche Erwiderung auf den Beitrag von Leonhard Menges in diesem Band zur Frage nach der Existenz eines freien Willens. Menges plädiert ausgehend von Bettina Bussmanns philosophiedidaktischem Dreieck dafür, der Philosophie und den empirischen Wissenschaften in der Diskussion dieser Frage sehr unterschiedliche Aufgaben zuzuweisen, die in klar trennbaren Phasen aufeinander folgen. Teil II des Beitrags will zeigen, dass Philosophie und empirische Wissenschaften von Anfang an gemeinsam zu denken sind, da die Philosophie, wenn es um eine Beantwortung statt nur um das rationale Durchdringen lebensweltlich relevanter Fragen geht, auf sich allein gestellt Gefahr läuft, statt rationaler Erkenntnis nur weltanschauliche Bekenntnisse zu produzieren.