Wirbelsäule – Anatomie und Funktion
摘要
Die besonderen anatomischen Verhältnisse an der Wirbelsäule und die biomechanischen Belastungen sind Ursache von Bandscheibenproblemen und degenerativen Veränderungen an den kleinen Wirbelgelenken. Die Rumpfmuskulatur ist der Schlüssel für die Stabilisierung des Oberkörpers. Eine wesentlich ausführlichere Beschreibung sowohl dieses Kapitels als auch generell der Erkrankungen der Wirbelsäule, findet sich in meinem Patientenratgeber „Rücken“. Hier seien die Aspekte hervorgehoben, die für das Homeoffice mit vorwiegend sitzender Belastung Bedeutung haben. Die Wirbelsäule ist eigentlich keine Säule, also nicht starr im statischen Sinne. Vielmehr sind die einzelnen Wirbelkörper gelenkig miteinander verbunden, mit zwischengelagerten Bandscheiben, kleinen Wirbelgelenken, Bändern und Muskeln. In der seitlichen Ansicht zeigt die Wirbelsäule Schwingungen mit einer Höhlung zum Rücken hin an der Lendenwirbelsäule und der Halswirbelsäule sowie einer Vorwölbung nach hinten im Bereich der Brustwirbelsäule (Abb. 6.1, Abb. 6.2). Beim Vierfüßler hat die Wirbelsäule keine axiale Belastung, sondern die Bandscheiben gleichen nur die seitliche Bewegung der Wirbelkörper bei der Fortbewegung auf vier Beinen aus. Die Ernährungssituation der Bandscheiben ist kritisch, weil sie nicht durch Blutgefäße versorgt werden. Sie können sich nur wie ein Schwamm durch Ansaugen von Flüssigkeit bei Entlastung und durch Abpressen von Flüssigkeit bei Belastung ernähren (Abb. 6.3).