Zufalls(be)funde in Diagnostik und Forschung
摘要
Beim Einsatz bildgebender Verfahren in Diagnostik und Forschung stoßen Ärzte und Forscher regelmäßig auf Anomalien, die außerhalb ihrer ursprünglichen Suchintention liegen. Solche „Zufalls(be)funde“ (engl. incidental findings) sind ein zweischneidiges Schwert: Einerseits ermöglichen sie eine frühzeitige Aufdeckung von Krankheiten, andererseits kann das Wissen um sie zusätzliche gesundheitliche Probleme auslösen und zu wesentlichen Nachteilen versicherungs- und arbeitsrechtlicher Art führen. Der Frage, ob bzw. unter welchen Bedingungen Patienten/Probanden Zufalls(be)funde mitzuteilen sind, kommt daher entscheidende Bedeutung zu. Während der Umgang mit Zufallsbefunden in der Diagnostik umfassend geregelt ist, besteht in der Forschung weiterhin Unklarheit. In diesem Beitrag werden daher insbesondere auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Umgang mit incidental findings in der Forschung näher beleuchtet und Empfehlungen für die Praxis abgegeben.