Der Beitrag widmet sich Wandlungsprozessen der Strukturen der Öffentlichkeit. Zunächst werden grundlegende normative Ansprüche an Medienöffentlichkeiten skizziert, die über unterschiedliche Kanäle hergestellt werden. Auf der Basis der Kommunikationsfreiheiten haben Medien die Aufgabe, transparent und informativ zu agieren sowie ihrer Kontroll- und Kritikfunktion nachzukommen. Im Gegensatz zu den klassischen Massenmedien verfügen digitale Kanäle über die Möglichkeit, Austauschprozesse zwischen den Anbieter*innen und Nutzer*innen zu generieren. In diesem Zusammenhang wird auf kommunikative Aushandlungsprozesse mit Bezug auf die Konzeption von Jürgen Habermas zum neuen Strukturwandel der Öffentlichkeit verwiesen. Weiterhin wird das Verhältnis zwischen Literatur und Öffentlichkeit erörtert. Exemplarisch erfolgt eine Auseinandersetzung um den Roman Esra von Maxim Biller, der im Spannungsfeld zwischen dem Persönlichkeitsschutz, dem Recht auf freie Meinungsäußerung und der Kunstfreiheit angesiedelt ist.

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Öffentlichkeiten im Wandel. Normative Überlegungen und die Kontroverse um Maxim Billers Roman Esra

  • Christian Schicha

摘要

Der Beitrag widmet sich Wandlungsprozessen der Strukturen der Öffentlichkeit. Zunächst werden grundlegende normative Ansprüche an Medienöffentlichkeiten skizziert, die über unterschiedliche Kanäle hergestellt werden. Auf der Basis der Kommunikationsfreiheiten haben Medien die Aufgabe, transparent und informativ zu agieren sowie ihrer Kontroll- und Kritikfunktion nachzukommen. Im Gegensatz zu den klassischen Massenmedien verfügen digitale Kanäle über die Möglichkeit, Austauschprozesse zwischen den Anbieter*innen und Nutzer*innen zu generieren. In diesem Zusammenhang wird auf kommunikative Aushandlungsprozesse mit Bezug auf die Konzeption von Jürgen Habermas zum neuen Strukturwandel der Öffentlichkeit verwiesen. Weiterhin wird das Verhältnis zwischen Literatur und Öffentlichkeit erörtert. Exemplarisch erfolgt eine Auseinandersetzung um den Roman Esra von Maxim Biller, der im Spannungsfeld zwischen dem Persönlichkeitsschutz, dem Recht auf freie Meinungsäußerung und der Kunstfreiheit angesiedelt ist.