Ökonomie der Weltrechte seit 1989
摘要
Das letzte Kapitel des historischen Teils zeigt u.a. an der Bertelsmann-Verlagsgruppe Penguin Random House, wie sich der Literaturmarkt seit 1989 zunehmend globalisiert hat. Zwei Entwicklungen kennzeichnen den Lizenzmarkt. Im deutschsprachigen Raum wurde den Verlagen ihr Monopol auf die Verwertung von Lizenzen im Allgemeinen und Übersetzungsrechten im Besonderen von den Agenturen streitig gemacht. Die Agenturen versprachen den Autorinnen und Autoren, dass sie besser als die Verlage in der Lage seien, deren Rechte zu vertreten und Übersetzungen an ausländische Verlage zu vermitteln. Die andere Entwicklung resultierte aus den neuen Möglichkeiten, die das globale Publizieren bot. Verlage wie HarperCollins erwerben heute neben länderspezifischen Rechten auch globale Rechte, nicht nur, um diese aufzuteilen und als länderspezifische Lizenzen an andere Verlage weiterzuverkaufen, sondern mit der Absicht, die jeweiligen Titel in anderen Sprachen und für andere Märkte selbst zu herzustellen und zu verbreiten.