Multimodale digitale Lesepraktiken lassen sich mithilfe einer Lesepraxeologie beschreiben, die körperliche, materielle, diskursive und mediale Aspekte miteinander in Beziehung setzt und ihre Affordanzen aufzeigt. Zentrale Elemente der Affizierung Lesender sind visuelle Marker, die als textliche, bildliche oder graphische Elemente auf zusätzliche Bedeutungen und Funktionen innerhalb der Lektüre verweisen und spielerische Immersion erzeugen. Die visuellen Marker können stark oder schwach sein, abhängig von dem mit ihnen verbundenen Aufwand (convenience) und ihrer Attraktivität (Affordanz). Sie sind transparent oder intransparent, funktional oder spielerisch, bildlich oder textlich, monomedial oder multimedial. Fünf übertragbare Kategorien eröffnen eine Systematik der rezeptionsästhetischen Wirkung visueller Marker. Dabei können sie die Lektüre befördern, hemmen oder beenden. Eine Auswahl literarischer Beispiele veranschaulicht das heterogene Spektrum visueller Marker und die Funktionen, die sie in multimodalen Lesepraktiken erfüllen.

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Visuelle Marker und spielerische Immersion in multimodalen digitalen Lesepraktiken

  • Franziska Wilke

摘要

Multimodale digitale Lesepraktiken lassen sich mithilfe einer Lesepraxeologie beschreiben, die körperliche, materielle, diskursive und mediale Aspekte miteinander in Beziehung setzt und ihre Affordanzen aufzeigt. Zentrale Elemente der Affizierung Lesender sind visuelle Marker, die als textliche, bildliche oder graphische Elemente auf zusätzliche Bedeutungen und Funktionen innerhalb der Lektüre verweisen und spielerische Immersion erzeugen. Die visuellen Marker können stark oder schwach sein, abhängig von dem mit ihnen verbundenen Aufwand (convenience) und ihrer Attraktivität (Affordanz). Sie sind transparent oder intransparent, funktional oder spielerisch, bildlich oder textlich, monomedial oder multimedial. Fünf übertragbare Kategorien eröffnen eine Systematik der rezeptionsästhetischen Wirkung visueller Marker. Dabei können sie die Lektüre befördern, hemmen oder beenden. Eine Auswahl literarischer Beispiele veranschaulicht das heterogene Spektrum visueller Marker und die Funktionen, die sie in multimodalen Lesepraktiken erfüllen.