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Zwischen West und Ost

  • Thomas Miedaner

摘要

Der eurasiatische Raum war immer von intensiven Handelsbeziehungen geprägt. Dies förderte den Austausch von Nutzpflanzen, die aus verschiedenen Teilen Eurasiens stammen. Entscheidend dazu beigetragen haben Gruppen sehr mobiler Menschen, die in dem riesigen Raum vom Schwarzen Meer bis in die Mongolei und China zu unterschiedlichen Zeiten gewandert sind. So drängten die Steppenleute (Jamnaja) aus dem Osten um 3000 v. u. Z. nach Europa, durchmischten sich mit der damaligen Bevölkerung und brachten Pferde, Bronzewaffen mit, aber wahrscheinlich auch Rispen- und Kolbenhirse sowie den Hanf. Später kamen der Anbau von Roggen mit dem heute noch wichtigen Mutterkornpilz und Hafer aus dem Osten. Umgekehrt erreichten spätestens um 2500 v. u. Z. Weizen und Gerste aus dem Westen China. In der letzten Phase, zwischen 1550 und 250 v. u. Z. breitete sich die gemischte Nutzung von Hirse, Weizen und Gerste an den westlichen und östlichen Ränder Eurasiens gleichermaßen aus.