Vorstellen und kollektives Erinnern. Überlegungen zur Rolle der Vorstellungskraft im Projekt „Bilder der Atombombe“ und zu Herausforderungen in der Erinnerungsarbeit
摘要
Der Beitrag setzt sich mit der Frage auseinander, wie es möglich ist, sich etwas vorzustellen, das nicht vorstellbar ist. In dem Projekt „Painting the Atomic bombing with the Next Generation“ taucht dieses Dilemma auf, weil die beteiligten Schüler:innen versuchen, sich die Erlebnisse der Überlebenden des Atombombenabwurfes auf Hiroshima vorzustellen, um sie malen zu können. Der Beitrag entwickelt in Anlehnung an Günther Anders und Marina Garcés vier Dimensionen einer Vorstellungskraft, die sich auf den Atombombenabwurf auf Hiroshima bezieht. Diese Dimensionen werden an Berichte von Hibakusha angelegt. Es wird danach gefragt, welche Hinweise auf Vorstellungskraft sich anhand eines Ereignisses geben lassen, das sie an ihre eigenen Grenzen bringt. Danach widmet sich das dritte Kapitel den an dem Projekt beteiligten Schüler:innen. Ihre Perspektive auf das Projekt wird skizziert, um schließlich pädagogische Herausforderungen herauszuarbeiten, vor die es gestellt ist.