Sind Bilder Kunstwerke oder Dokumente? Zum Entstehungsprozess und zur Bedeutung des Projekts „Bilder der Atombombe“ aus der Sicht von Lehrer:innen
摘要
Bisherige Forschungen zum Projekt „Painting the Atomic bombing with the Next Generation“ an der Motomachi Senior High School haben sich hauptsächlich auf den Prozess zwischen den Überlebenden des Atombombenabwurfs und den Schüler:innen konzentriert. Im Gegensatz dazu zielt dieser Beitrag darauf ab, den Umsetzungsprozess des Projekts und die Wahrnehmung der Bilder auf der Grundlage von Interviews mit Lehrer:innen zu klären. Sie haben eine wichtige Rolle als Organisator:innen und Unterstützer:innen, zugleich können sie jedoch auch als wertvolle Beobachter:innen der Entwicklung des Projekts betrachtet werden. Ihre Aussagen geben Aufschluss, warum die Tätigkeit der Bildproduktion von „Landschaften im Gedächtnis“ der Überlebenden eine Chance für die Bildung der Schüler:innen sein könnte. Die Interviews geben auch wichtige Hinweise, wie die Bilder verantwortungsvoll und angemessen ausgestellt werden sollten. Der Schlüssel zu all dem liegt in der Eigenschaft der ‚Bilder der Atombombe‘, die weder Kunst noch Dokumente im eigentlichen Sinne sind.