„Memorial Hall of the Imagination“. Multiperspektivität, Sprachlosigkeit und Re-Inventingprozesse in Museen
摘要
Der Beitrag thematisiert ausgewählte Praktiken der Erinnerungskultur in Hiroshima vor dem Hintergrund aktueller Debatten um Wandel und Bedeutung von Museen. Angesichts des Kooperationsprojekts „Painting the Atomic Bombing with the Next Generation“ des Friedensgedächtnismuseums Hiroshima und der Hiroshima Municipal Motomachi Senior High School werden die Herausforderungen der lokalen Vergangenheit, des historischen Ballasts und der globalen Verantwortung von Museen thematisiert (1), aber auch die Möglichkeiten erörtert, Re-Inventingprozesse in Museen zu initiieren, indem Sprachlosigkeit auf vielfältige Weise überwunden und intergenerationale Multiperspektivität angeregt wird (2). Schließlich wird die implizite patriotische Tradition in der Ausstellungspraxis problematisiert und die Frage nach der museumspädagogischen und ästhetischen Bearbeitung des Politischen der Erinnerungskultur gestellt (3). Beispielgebend dabei sind Kunstprojekte des in Tokyo arbeitenden Künstlers Hikaru Fujii.