Hepatitis B wird hauptsächlich durch Bluttransfusionen, kontaminierte Spritzen, Sexualkontakte und vertikale Übertragung von Mutter zu Kind übertragen. Die Prävalenz ist weltweit unterschiedlich, mit hohen Raten in Afrika, Asien und Südamerika. Nur ein kleiner Anteil der Infizierten entwickelt Symptome. Die akute Hepatitis B kann in eine chronische Form übergehen, die mit Leberzirrhose und Leberzellkarzinom assoziiert ist. Eine Koinfektion mit dem Hepatitis-D-Virus (HDV) führt oft zu schweren Verläufen. Die Diagnose erfolgt mittels serologischer und molekularbiologischer Tests. Bei Schwangeren sollte ein Screening auf Hepatitis-B-Virus (HBV) erfolgen, um eine Übertragung auf das Neugeborene zu verhindern. Die Behandlung der akuten Hepatitis B erfolgt meist nur symptomatisch, bei Chronizität können Interferon-alpha oder Nukleosid-/Nukleotidanaloga eingesetzt werden. Eine antivirale Therapie in der Schwangerschaft ist problematisch. Gegen HBV und HDV schützt eine Impfung, die bei Neugeborenen von HBV-positiven Müttern empfohlen wird. Generell sind Prävention durch Screening, Impfung und Vermeidung von Risikofaktoren wichtige Maßnahmen.

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Hepatitis B und Hepatitis D

  • Ioannis Mylonas

摘要

Hepatitis B wird hauptsächlich durch Bluttransfusionen, kontaminierte Spritzen, Sexualkontakte und vertikale Übertragung von Mutter zu Kind übertragen. Die Prävalenz ist weltweit unterschiedlich, mit hohen Raten in Afrika, Asien und Südamerika. Nur ein kleiner Anteil der Infizierten entwickelt Symptome. Die akute Hepatitis B kann in eine chronische Form übergehen, die mit Leberzirrhose und Leberzellkarzinom assoziiert ist. Eine Koinfektion mit dem Hepatitis-D-Virus (HDV) führt oft zu schweren Verläufen. Die Diagnose erfolgt mittels serologischer und molekularbiologischer Tests. Bei Schwangeren sollte ein Screening auf Hepatitis-B-Virus (HBV) erfolgen, um eine Übertragung auf das Neugeborene zu verhindern. Die Behandlung der akuten Hepatitis B erfolgt meist nur symptomatisch, bei Chronizität können Interferon-alpha oder Nukleosid-/Nukleotidanaloga eingesetzt werden. Eine antivirale Therapie in der Schwangerschaft ist problematisch. Gegen HBV und HDV schützt eine Impfung, die bei Neugeborenen von HBV-positiven Müttern empfohlen wird. Generell sind Prävention durch Screening, Impfung und Vermeidung von Risikofaktoren wichtige Maßnahmen.