Mycoplasma genitalium, ein vergleichsweise neu entdeckter Erreger, wird mit verschiedenen sexuell übertragbaren urogenitalen Infektionen in Verbindung gebracht und spielt insbesondere bei der Nicht-Gonokokken-Urethritis (NGU) eine zentrale Rolle. Dieses Bakterium zeichnet sich durch sein kleines Genom ohne Zellwand aus und ist auf Wirtszellen angewiesen. Die Prävalenz variiert stark, was zum Teil durch unterschiedliche Risikofaktoren wie das Sexualverhalten erklärt wird. Bei Männern führt eine Infektion mit Mycoplasma genitalium meist zu Urethritis, während bei Frauen verschiedene gynäkologische und geburtshilfliche Probleme diskutiert werden. Der Nachweis erfolgt mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) aus verschiedenen Proben, wobei noch keine optimale Methode standardisiert ist. Die Behandlung mit Makroliden, insbesondere Azithromycin, zeigt zunehmende Resistenzen, weshalb alternative Therapieansätze wie Moxifloxacin empfohlen werden. Präventions- oder Screeningprogramme existieren derzeit nicht.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Mycoplasma genitalium

  • Ioannis Mylonas

摘要

Mycoplasma genitalium, ein vergleichsweise neu entdeckter Erreger, wird mit verschiedenen sexuell übertragbaren urogenitalen Infektionen in Verbindung gebracht und spielt insbesondere bei der Nicht-Gonokokken-Urethritis (NGU) eine zentrale Rolle. Dieses Bakterium zeichnet sich durch sein kleines Genom ohne Zellwand aus und ist auf Wirtszellen angewiesen. Die Prävalenz variiert stark, was zum Teil durch unterschiedliche Risikofaktoren wie das Sexualverhalten erklärt wird. Bei Männern führt eine Infektion mit Mycoplasma genitalium meist zu Urethritis, während bei Frauen verschiedene gynäkologische und geburtshilfliche Probleme diskutiert werden. Der Nachweis erfolgt mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) aus verschiedenen Proben, wobei noch keine optimale Methode standardisiert ist. Die Behandlung mit Makroliden, insbesondere Azithromycin, zeigt zunehmende Resistenzen, weshalb alternative Therapieansätze wie Moxifloxacin empfohlen werden. Präventions- oder Screeningprogramme existieren derzeit nicht.