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„Vergleichung des Geists und des Buchstabens“ – Strukturelle Performativität in der Literaturtheorie der Frühromantik (Schlegel, Schleiermacher, Novalis)

  • Manuel Bauer

摘要

Ohne selbst eine Theorie der Performativität auszuformulieren, ist die frühromantische Theoriebildung von einem performativen Moment geprägt. Frühromantisches Theoretisieren ist vordringlich im Vollzug greifbar und lebt von einer Spannung zwischen diskursiver und performativer Textebene. So wie die theoretische Behandlung ästhetischer Phänomene selbst ästhetisch verfahren muss und wie es für die Philosophie performativ-poietischer sprachlicher Akte bedarf, um zum Unbestimmten vorzudringen, kann auch Literatur- und Kunstkritik nicht vom Performativen abgelöst werden. Zudem wird der Sprache selbst ein performativer Eigensinn zugeschrieben, der jede intentionale Beherrschung unmöglich mache. Aufgezeigt wird dies unter anderem anhand des Monologs von Novalis, Schlegels Über die Unverständlichkeit und Schleiermachers frühen Rezensionen.