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Verströmt oder verstromt? Kraftkonzepte im Anthropozän zwischen ‚Energie‘ und ‚Agenzialität‘

  • Florian Auerochs

摘要

Auf Zerstreuungsphänomene gerichtete Wissensfiguren, wie sie das Kapitel in den Termini des engl. ‚spill‘ oder dt. ‚Dissipation‘ beschreibt, rufen begrifflich eine unbotmäßige Zweitexistenz von (Roh-)Stoffen auf, nämlich ihre Tendenz, sich zu zerstreuen, auszubreiten und sich damit selbst zu ökologisieren. Ausgehend von der vergleichenden Lektüre einer an einer nordamerikanischen Erdölkatastrophe entwickelten Verschmutzungschronik – John Keebles Out of the Channel (1989) – mit einem populären Sachbuch, das sich der globalen Plastikvermüllung annimmt – Charles Moores Plastic Ocean (2012) –, soll ein rezeptionsästhetischer Wechselwirkungszusammenhang zwischen verschiedenen Giftkatastrophen hergestellt werden, um das lokale wie globale Ausmaß petrochemischer Zerstörung literaturwissenschaftlich zu artikulieren. Ökosemiotische Einsichten in ökologisch-energetische Bedeutungskonstruktionen vermitteln zwischen der Literaturanalyse und generellen Betrachtungen zur diskursiven Integration von Materialität und ihrer toxischen Unbotmaßigkeit.