Petrochemische Verstrickungen lesen – Lektürepraxis und (neu-) materialistischer Petrocriticism
摘要
Die literaturtheoretische Annäherung an die ‚petrofiction‘ verlangt nach einer heuristischen Trennung zwischen ideologiekritischen Latenzlektüren und einer vom Material Ecocriticism eingestimmten Präsenzlektüre. Hier wird dafür plädiert, dass ein synthetisches Lektüremodell, das Erkenntnisse aus beiden Lesepraktiken berücksichtigt, die mal unterschwellige, mal übermäßige Sichtbarkeit von Öl auf Textebene untersuchen kann. Im Terminus des materiellen Intertextes wird eine analytische Figur gefunden, die versucht, literaturtheoretisch zwischen Latenz und Präsenz, Interpretation und Repräsentation sowie zwischen außertextueller ‚Natur‘ und post-industrieller Textkultur zu vermitteln.