Wie mit Schüler*innen über ästhetische Gegenstände angemessen kommuniziert werden kann, wird im deutschdidaktischen Diskurs breit diskutiert und zunehmend mit unterschiedlichen Zugriffen empirisch erforscht. Einen der ersten umfassenderen Beiträge zur empirischen Fundierung des fachlichen Diskurses stellt die ÄSKIL-Studie (vgl. Frederking et al. 2013; Frederking & Albrecht 2016; Frederking et al. 2020) dar, in der auf Basis quantitativer Auswertungen von 34 Gesprächen mit insgesamt 699 Schüler*innen gezeigt werden konnte, dass sowohl funktionale als auch personale Aspekte literarästhetischer Bildung wesentlicher Bestandteil ästhetischer Kommunikation sind. Die bisherigen Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass die emotionale Aktivierung der Schüler*innen positive Zusammenhänge mit unterschiedlichen Facetten ästhetischer Erfahrung und mit literarästhetischem Textverstehen aufweist (vgl. Albrecht 2022). Genaue Wirkungsrichtungen sind dabei bislang ungeklärt. Eine systematische qualitative Fundierung und Ausdifferenzierung der quantitativen Befunde soll deshalb Aufgabe dieses Beitrags sein. Dafür wird das Konstrukt ‚Emotionale Aktivierung‘ zunächst als pädagogisch-didaktisches Angebot sowie als emotionaler Zustand beschrieben und hinsichtlich seiner Wirkung diskutiert. Auf dieser Basis wird inhaltsanalytisch untersucht, inwiefern und mit welcher Wirkung Schüler*innen im Rahmen der ÄSKIL-Studie das Angebot emotionaler Aktivierung für personale und funktionale Bildungsprozesse nutzen konnten.

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Die Bedeutung emotionaler Aktivierung für personale und funktionale Bildungsprozesse im literarästhetischen Gespräch – eine inhaltsanalytische Untersuchung ästhetischer Kommunikation

  • Christian Albrecht

摘要

Wie mit Schüler*innen über ästhetische Gegenstände angemessen kommuniziert werden kann, wird im deutschdidaktischen Diskurs breit diskutiert und zunehmend mit unterschiedlichen Zugriffen empirisch erforscht. Einen der ersten umfassenderen Beiträge zur empirischen Fundierung des fachlichen Diskurses stellt die ÄSKIL-Studie (vgl. Frederking et al. 2013; Frederking & Albrecht 2016; Frederking et al. 2020) dar, in der auf Basis quantitativer Auswertungen von 34 Gesprächen mit insgesamt 699 Schüler*innen gezeigt werden konnte, dass sowohl funktionale als auch personale Aspekte literarästhetischer Bildung wesentlicher Bestandteil ästhetischer Kommunikation sind. Die bisherigen Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass die emotionale Aktivierung der Schüler*innen positive Zusammenhänge mit unterschiedlichen Facetten ästhetischer Erfahrung und mit literarästhetischem Textverstehen aufweist (vgl. Albrecht 2022). Genaue Wirkungsrichtungen sind dabei bislang ungeklärt. Eine systematische qualitative Fundierung und Ausdifferenzierung der quantitativen Befunde soll deshalb Aufgabe dieses Beitrags sein. Dafür wird das Konstrukt ‚Emotionale Aktivierung‘ zunächst als pädagogisch-didaktisches Angebot sowie als emotionaler Zustand beschrieben und hinsichtlich seiner Wirkung diskutiert. Auf dieser Basis wird inhaltsanalytisch untersucht, inwiefern und mit welcher Wirkung Schüler*innen im Rahmen der ÄSKIL-Studie das Angebot emotionaler Aktivierung für personale und funktionale Bildungsprozesse nutzen konnten.