Personale und funktionale Bildung im Literaturunterricht durch handlungs- und produktionsorientierte und/oder analytische Lernaufgaben
摘要
Als prototypische Konzeption für die Förderung ‚personaler Bildung‘ dürfte im literaturdidaktischen Diskurs nach wie vor die Handlungs- und Produktionsorientierung gelten. Wie keine andere Konzeption steht diese für die Förderung ästhetischer Bildung, Imaginationsförderung oder Perspektivenübernahme. Den ‚funktionalen‘ Gegenpol bilden in der fachdidaktischen Diskussion ‚analytisch‘-diskursive Aufgaben. Doch welche Effekte haben diese Aufgabentypen für Verstehensleistungen, Motivation und Perspektivenübernahme, und wie werden sie von Schüler*innen für personale und/oder funktionale Bildung genutzt? Der Beitrag stellt quantitative und qualitative Befunde einer quasiexperimentellen Studie mit Mittelschüler*innen der neunten Jahrgangsstufe aus dem Projekt „Literarästhetische Urteilskompetenz“ (LUK) vor und plädiert auf dieser Grundlage für eine Modifizierung des von Frederking und Bayrhuber als ‚komplementär‘ konzipierten Verhältnisses personaler und funktionaler Bildung.