Theoretische Verortungen | Theater und Fest
摘要
Dass für die Konstruktion von Identität, die Herstellung von Gemeinschaft und Vermittlung von Wissen sowohl das Fest als auch das Theater als Ort von Bedeutungsgenerierung gerade vor dem Hintergrund der spezifischen Konstellationen des 19. Jahrhunderts besonders geeignet sind, wurde eingangs bereits angeführt. Fischer-Lichte und Warstat betonen, dass dabei gerade das Zusammenwirken und die Verzahnung von Theater und Fest für die Sinnstiftung und Bedeutungsgenerierung bestimmend und eine „besonders langlebige und wirkungsvolle Strategie“ sei. So führt die Beziehungsgeschichte von Fest und Theater bis in die Antike zurück, in der Menschen in Festen zusammenkamen, „um in mehr oder minder aufwendig inszenierten theatralen Darbietungen ein bestimmtes kulturelles Selbstbewusstsein und/oder ein spezifisches Modell von Gemeinschaft zu generieren, zu verstärken oder auch infrage zu stellen.“