Pädagogik der Lebenskunst. Eine kleine anthropologische Kartographie
摘要
Der Mensch erscheint im Abendland als rationales, praktisches und emotionales Lebewesen. Diese Dreiteilung ist auch für eine Pädagogik der Lebenskunst bedeutsam und wird im Folgenden immer mitbedacht. Es werden vier Dimensionen mit Blick auf Emotionalität, Rationalität und Praktiken dargestellt, und zwar die Prozessdimensionen, die von einer negativen Erschütterung bis hin zur Praxis eines neuen Lebens reichen; die Sorgedimensionen der Selbstsorge, der Sorge um Andere und die Weltsorge; die Vermittlungsdimensionen von Erziehung, Unterricht und Bildung, die Menschen in die Lage versetzen möchten, ihr Leben zu einem bejahenswerten Leben zu entwickeln; und die Lerndimensionen einer Pädagogik der Lebenskunst, die akzentuiert werden können als Überleben-, Lebensbewältigung-, Lebensbefähigung-, Biographisches- und Sterben-Lernen. Der Artikel schließt mit dem Vorschlag, Lebenskunst-Lernen als weiterführendes Integral dieser Lernformen zu verstehen.