Im alltäglichen Gebrauch bedeutet „jouissance“ im Französischen „Genießen“. In Lacans Philosophie der Psychoanalyse wird es jedoch zu einem Fachbegriff, der das paradoxale Vergnügen im bzw. am Schmerz beschreibt. Obwohl quälend, ist jouissance allgegenwärtig und unausweichlich Teil des Begehrens des Subjekts und treibt es an; selbst, wenn es sich dieser Präsenz nicht bewusst ist. Diese Dynamik erklärt, warum Menschen dazu neigen, schädliche Verhaltensweisen zu wiederholen, obwohl sie genau das Gegenteil tun möchten. Kurz: Jouissance deutet auf eine exzessive, selbstzerstörerische Befriedigung hin, die durch wiederholende Triebe entsteht und die symbolische Ordnung herausfordert.

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Jouissance

  • Joseph Carew

摘要

Im alltäglichen Gebrauch bedeutet „jouissance“ im Französischen „Genießen“. In Lacans Philosophie der Psychoanalyse wird es jedoch zu einem Fachbegriff, der das paradoxale Vergnügen im bzw. am Schmerz beschreibt. Obwohl quälend, ist jouissance allgegenwärtig und unausweichlich Teil des Begehrens des Subjekts und treibt es an; selbst, wenn es sich dieser Präsenz nicht bewusst ist. Diese Dynamik erklärt, warum Menschen dazu neigen, schädliche Verhaltensweisen zu wiederholen, obwohl sie genau das Gegenteil tun möchten. Kurz: Jouissance deutet auf eine exzessive, selbstzerstörerische Befriedigung hin, die durch wiederholende Triebe entsteht und die symbolische Ordnung herausfordert.