Der aus der Konsumkultur bekannte Ausruf „Enjoy!“ steht Žižek zufolge für einen paradoxen Befehl des Über-Ichs. Denn während das Über-Ich nach Freud Schuldgefühle erzeugt, befiehlt es bei Lacan das Genießen. Lacan vollzieht hier einen Bruch mit der Freud’schen Orthodoxie, indem er das Über-Ich als den Imperativ der jouissance beschreibt. Žižek schließt sich dieser Sichtweise an und argumentiert, dass das Genießen selbst als etwas Befohlenes und nicht Spontanes erlebt wird. Grenzüberschreitende Praktiken gelten daher nicht notwendig als subversiv, sondern als erwartete Handlungen aus der Perspektive des Über-Ichs. Žižeks Überlegungen zu einer Durchquerung der Fantasie und zum psychoanalytischen Akt sind als Auswege aus dieser libidinösen Falle gedacht, um das verhängnisvolle Genießen zu überwinden.

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Enjoy

  • Ed Pluth

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Der aus der Konsumkultur bekannte Ausruf „Enjoy!“ steht Žižek zufolge für einen paradoxen Befehl des Über-Ichs. Denn während das Über-Ich nach Freud Schuldgefühle erzeugt, befiehlt es bei Lacan das Genießen. Lacan vollzieht hier einen Bruch mit der Freud’schen Orthodoxie, indem er das Über-Ich als den Imperativ der jouissance beschreibt. Žižek schließt sich dieser Sichtweise an und argumentiert, dass das Genießen selbst als etwas Befohlenes und nicht Spontanes erlebt wird. Grenzüberschreitende Praktiken gelten daher nicht notwendig als subversiv, sondern als erwartete Handlungen aus der Perspektive des Über-Ichs. Žižeks Überlegungen zu einer Durchquerung der Fantasie und zum psychoanalytischen Akt sind als Auswege aus dieser libidinösen Falle gedacht, um das verhängnisvolle Genießen zu überwinden.