Begehren (und Trieb)
摘要
Die Devise, dass man sein Begehren nicht aufgeben sollte, ist für eine Reihe an Lacan ausgerichteter Denker ein Gemeinplatz geworden. Aber was bedeutet diese Losung? Beschreibt sie ein Ethos der Kreativität und der Neugier, in dem man sich nie mit dem zufrieden geben sollte, was man hat; oder ist es ein Imperativ des Triebes, d. h. eine Frage des Beharrens auf dem Unmöglichen oder dem Unerreichbaren? Für Žižek ist die letzte Interpretation entscheidend. Er untersucht das psychoanalytische Konzept des Triebs in der Philosophie und im politischen Denken und transponiert die klinischen Konzepte von Begehren und Trieb in die öffentliche Sphäre zeitgenössischer Kultur. Das Kapitel klärt die Bedeutung und Wichtigkeit beider Konzepte und gibt eine Reihe von Beispielen, wie Žižek sie in seinen Analysen zeitgenössischer Kultur und Politik einsetzt.