Žižek kritisiert Derridas Dekonstruktionstheorie, da sie den von Lacan entwickelten Begriff des „Herrensignifikanten“ missversteht, der als semantische Nullstelle Identität durch einen strukturellen „Schnitt“ ermöglicht. Ein Effekt dieses Missverständnisses offenbart sich für Žižek im Versagen von Derridas Philosophie, politische Wirkkraft zu entfalten. Žižek sieht in Derridas Dekonstruktion eine Philosophie am Werk, die hegemonialen Machtpraktiken keine wirkmächtigen Wahrheitsansprüche entgegenbringen kann. Statt politischen Wandel verkündet die Dekonstruktion eine religiöse Vertröstung mit messianischem Anspruch, die politisch wirkungslos bleibt.

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Jacques Derrida

  • Dominik Finkelde

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Žižek kritisiert Derridas Dekonstruktionstheorie, da sie den von Lacan entwickelten Begriff des „Herrensignifikanten“ missversteht, der als semantische Nullstelle Identität durch einen strukturellen „Schnitt“ ermöglicht. Ein Effekt dieses Missverständnisses offenbart sich für Žižek im Versagen von Derridas Philosophie, politische Wirkkraft zu entfalten. Žižek sieht in Derridas Dekonstruktion eine Philosophie am Werk, die hegemonialen Machtpraktiken keine wirkmächtigen Wahrheitsansprüche entgegenbringen kann. Statt politischen Wandel verkündet die Dekonstruktion eine religiöse Vertröstung mit messianischem Anspruch, die politisch wirkungslos bleibt.