Das fragile Absolute. Warum es sich lohnt, das christliche Erbe zu verteidigen (2000) / The Fragile Absolute. Or, Why the Christian Legacy is Worth Fighting For? (2000)
摘要
Das Kapitel zeichnet die Grundgedanken von Žižeks erstem Buch zum Christentum aus dem Jahr 2000 nach. Das fragile Absolute interpretiert das Christentum im Rahmen von Žižeks Theorie des politischen Aktes. Mit dem paulinischen Christentum wird ein radikaler Bruch mit den religiösen, ethnischen und kulturellen Bindungen des gesellschaftlichen Kosmos denkbar und dieses radikale emanzipatorische Potential des Christentums ist für Žižek dessen eigentliches Erbe. In der Anlage des Buches antwortet die Deutung des Christentums auf Analysen des Marxismus und des Nationalsozialismus und die darin sichtbar werdenden scheiternden Verarbeitungsversuche des sozialen Antagonismus, der für das Politische konstitutiv ist. Ferner vertieft Žižek damit seine Theorie des Subjekts als selbstbezügliche Negativität und baut seine daran anschließende Theorie des Akts aus. Žižek grenzt sich mit seiner Interpretation des Christentums von postsäkularen und dekonstruktivistischen Religionstheorien ab.