In Organs without Bodies (2004) setzt sich Žižek kritisch mit Gilles Deleuze auseinander und stellt provokativ die These „Deleuze equals Hegel“ auf. Žižek versucht, Deleuzes Philosophie der Differenz in sein eigenes neohegelianisches Paradigma zu integrieren, indem er Deleuzes Begriff der Differenz unter Hegels Konzept des „konkreten Allgemeinen“ subsumiert. Er argumentiert, dass Deleuzes Dualismen – zwischen Virtualität und Aktualität sowie Werden und Sein – die Instabilität der Opposition von Idealismus und Materialismus wiederholen. Žižek kritisiert die politischen Implikationen von Deleuzes Ontologie, insbesondere die deterritorialisierenden Ströme des globalen Kapitalismus, die reflektiert, aber denen nicht widerstanden wird. Er plädiert für eine Politik des „konkreten Allgemeinen“, die den „Anteil der Anteillosen“ zum Ausgangspunkt emanzipatorischer Bemühungen macht und sich gegen die postmoderne Politik der kulturellen Anerkennung wendet.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Körperlose Organe. Bausteine für eine Begegnung zwischen Deleuze und Lacan (2005) / Organs without Bodies: Deleuze and Consequences (2004)

  • Robert Sinnerbrink

摘要

In Organs without Bodies (2004) setzt sich Žižek kritisch mit Gilles Deleuze auseinander und stellt provokativ die These „Deleuze equals Hegel“ auf. Žižek versucht, Deleuzes Philosophie der Differenz in sein eigenes neohegelianisches Paradigma zu integrieren, indem er Deleuzes Begriff der Differenz unter Hegels Konzept des „konkreten Allgemeinen“ subsumiert. Er argumentiert, dass Deleuzes Dualismen – zwischen Virtualität und Aktualität sowie Werden und Sein – die Instabilität der Opposition von Idealismus und Materialismus wiederholen. Žižek kritisiert die politischen Implikationen von Deleuzes Ontologie, insbesondere die deterritorialisierenden Ströme des globalen Kapitalismus, die reflektiert, aber denen nicht widerstanden wird. Er plädiert für eine Politik des „konkreten Allgemeinen“, die den „Anteil der Anteillosen“ zum Ausgangspunkt emanzipatorischer Bemühungen macht und sich gegen die postmoderne Politik der kulturellen Anerkennung wendet.