Pathogenese funktioneller Störungen der Nahrungsaufnahme im Kindesalter
摘要
Nahrungsaufnahme bedeutet weit mehr als das reine Stillen des Hungers. Damit einhergehend, nehmen gemeinsames Essen und Trinken einen wichtigen Stellenwert in unserem Sozialleben ein. Bei einer zusammen mit anderen Menschen eingenommenen Mahlzeit, tritt die eigentliche Nahrungsaufnahme in den Hintergrund. In den Vordergrund rückt das soziale Zusammensein mit anderen, die Kommunikation und der Genuss. Erst wenn das Schlucken der Nahrung nicht mehr wie gewohnt funktioniert, wird uns bewusst, wie automatisiert der Schluckprozess abläuft. In diesem Kapitel werden sämtliche Voraussetzungen interdisziplinär besprochen, die es braucht, damit ein Kind Nahrungsmittel jeglicher Konsistenz zu sich nehmen kann. Da viele Faktoren ineinandergreifen, um ein genussvolles Essen zu ermöglichen, gibt es viele verschiedene Ursachen, die zu einer Störung diesesVorgangs führen können. Bekannte Risikofaktoren reichen von Frühgeburtlichkeit, Entwicklungsstörungen, über anatomische Anomalien zu chronischen Herz- und Lungenerkrankungen, die wiederum mit einem erhöhten kalorischen Bedarf einhergehen. Damit sich eine Fütterstörung etablieren kann, braucht es psychosoziale Komponenten, genau wie beim funktionellen Erbrechen und der Sondendependenz. Die klassischen Faktoren, die zu einer funktionellen Störung in der Nahrungsaufnahme beitragen können, werden in diesem Kapitel dargestellt.