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Einleitung

  • Walter Krämer

摘要

Am 29. Dezember 1930, um 8 Uhr abends, in einem von 700 Zimmern des gern als Konferenzzentrum frequentierten Statler-Hotels im amerikanischen Cleveland (Ohio), Euclid Avenue Ecke East Street, trafen sich 16 Herren (keine Frau dabei), alle führende Wissenschaftler ihres Faches, und begründeten die Wissenschaft der Ökonometrie: Ragnar Frisch (Nobelpreis 1969), Charles F. Roos, Joseph A. Schumpeter, Harold Hotelling, Henry Schultz, Karl Menger, Edwin B. Wilson, Frederick C. Mills, William F. Ogburn, J. Harvey Rogers, Malcolm C. Rorty, Carl Snyder, Walter A. Shewhart, Øystein Ore, Ingvar Wedervang und Norbert Wiener. Geleitet wurde das vergleichsweise formlose Treffen von Josef Schumpeter. Mit Ragnar Frisch und Irving Fischer hatte er auch die vorbereitenden Briefwechsel und einige bilateralen Treffen organisiert. Nach zwei Stunden Diskussion erklärte Schumpeter die Ökonometrie als Wissenschaft für begründet: „A new discipline which for lack of a better name may be called econometrics“. Und die zuständige Fachgesellschaft, die Econometric Society, wurde gleichfalls aus dem Taufbecken gehoben: „Its main object shall be to promote studies that aim at a unification of the theoretical-quantitative and the empirical-quantitative approach to economic problems and that are penetrated by constructive and rigorous thinking similar to that which has come to dominate in the natural sciences.“ Erster Präsident der neuen Gesellschaft wurde Irving Fisher.