Die Fäden Nummer 21 und 22: Zwei uralte Dolmetscher – die Releasing-Hormone GHRH und GnRH
摘要
Ohne Stoffwechsel können Zellen nicht leben. Das intrazelluläre Miteinander von DNA, RNA, Proteinen, Signalmolekülen, den zellulären Baumaterialien und den „Treibstoffen“ Zucker, Fett und Aminosäuren besteht seit Anbeginn allen Lebens. Bereits im Paläoproterozoikum – das ist die Zeit etwa zwischen 2,5 und 1,6 Milliarden Jahren – gibt es die ersten Eukaryonten. Diese Lebewesen lebten jeder für sich allein. Das änderte sich aber irgendwann. Rotalgen aus der Zeit vor ca. 1200 Millionen Jahren sind die ersten einfachen fadenförmigen Strukturen. Schon damals schlossen sich einzelne Zellen zusammen und bildeten mehrzellige Ketten. Die ersten Organismen mit einer dreidimensionalen Anordnung von Zellen – also nicht nur als Kette, sondern auch als Kugel – traten vor rund 800 Millionen Jahren auf. Und seitdem einzelne Zellen sich zu mehrzelligen Organismen zusammengefunden haben – als Ausdruck dafür, dass der Gewinn an Überlebensfähigkeit der kleinen Organismen den Verlust an „persönlicher“ Vermehrungsfähigkeit aufwiegt –, gibt es nicht nur Anker, Klemmen und Kleber, die den Verband von einzelnen Zellen zusammenhalten (man spricht von Adhäsionsmolekülen), sondern auch Informationsaustausch zwischen den Zellen. Die einzelnen Zellen kommen miteinander „ins Gespräch“. Zellen kommunizieren. Kommunikation ist wichtig, denn unter den Vielen hat nicht mehr jede Zelle den gleichen Zugang zu Nahrung und Sauerstoff. Manche liegen „drinnen“ und müssen sich mit Signalen verständigen, damit sie weiter am Leben „draußen“ teilnehmen können.