Auf Holmes’ Spuren? Weltliterarische Lektürepraktiken und detektivische Formen bei Arthur Conan Doyle und Satyajit Ray
摘要
Der kulturellen Relativität des Indizienparadigmas soll in diesem Beitrag anhand des textuellen Verhältnisses zweier bekannter Autoren von Detektivgeschichten nachgegangen werden, die bereits Gegenstand postkolonialer Diskussionen des Verhältnisses von Metropole und Peripherie sind (Harris-Peyton 2017): der britisch-schottische Erfinder von Sherlock Holmes, Arthur Conan Doyle (1859–1930), und der indisch-bengalische Erfinder von Feluda, Satyajit Ray (1921–1992). Eine vergleichende Lektüre zweier ihrer Geschichten kann einen Beitrag leisten zur Klärung der grundlegenden Frage, ob sich im detektivischen Spurenlesen kultureller Wechselverhältnisse unterschiedliche Vorstellungen von Serendipität zeigen.