Filmische Autosoziobiographie: Formale und inhaltliche Verortung anhand des filmischen Labors „Mutter/Mütter“
摘要
„Autosoziobiographische Schreibweisen werden tendenziell als literarische Formen ausgewiesen und rezipiert. Zahlreiche Autor:innen haben autobiografisches Schreiben in den letzten Jahren systematisch mit soziologischer Analyse verbunden. Im Zuge der starken Resonanz der vor allem auf transclasse Narrative ausgerichteten Erzählungen, entstanden in Frankreich und Deutschland einige szenische Übersetzungen für die Bühne. Im filmischen Feld sind ähnliche Entwicklungen nachweisbar: sowohl formal als auch inhaltlich, in Vermarktung und Rezeption. Dieser Artikel zeichnet diese Entwicklungen mithilfe einer Fallstudie nach und skizziert zudem eine konzeptuelle Grundlage für eine Erweiterung des Genres unter filmischen Gesichtspunkten und Ambitionen. Die Fallstudie bezieht sich auf das von mir im Rahmen des PEEK Projekts Confronting Realities an der Filmakademie Wien/ mdw durchgeführte Labor für Filmische Autosoziobiografie welches sich spezifisch der Rolle von Müttern im Kontext von Autosoziobiografien widmete.